Reiten nach der VGT-Methode

 

In einer Zeit, in der die alten Meister der Reitkunst immer mehr zur Geschichte geworden sind, die Funktionäre der Sportreiterei es immer noch nicht schaffen sich klar von Hyperflexion, Rollkur und anderen fragwürdigen Trainingsmethoden zu distanzieren, wird es Zeit die klassische Reitkunst zum Wohle unserer Pferde neu zu definieren.

Leider wird mit  Klassische Reitkunst heutzutage alles Bezeichnet was nur irgentwie den Eindruck von pferdegerechter Ausbildungsmethode suggerieren soll.

 

Die FN bezeichnet die heutige Turnierreiterei als Reiten nach der klassischen Lehre ,obwohl die von der FN ernannten Richter immer noch Pferde die in der Prüfung ständig  hinter der senkrechten sind  weit vorne platzieren. Eine klare Distanzierung von der Hyperflexion findet bis heute nicht statt. Die all bekannte Rollkur wird unter dem Deckmäntelchen der Hyperflexion sogar bis zu 10min. auf den Abreiteplätzen toleriert.

 

 

Eine Anlehnung, die das Pferd sucht und der Reiter gestattet, nach den Regeln der Reitlehre in den Richtlinien Band I und II sind das Ziel. Ein so gearbeitet Pferd wird sich auch problemlos in den höheren Lektionen schulen lassen, solange man die Biomechanik des Pferdes berücksichtigt  und ohne Zwang und gewaltfrei ausbildet.

Die Ausbildungsschritte müssen klein, individuell und pferdegerecht sein und im Zweifel noch kleiner und individueller gewählt werden.

Unabhängig vom Pferd muß der Reiter ständig seine Fitness und den unabhängigen Sitz schulen.

 

Die VGT-Methode (Visuall-Gestützte-Trainingseinheit) gibt den Weg in der Reitbahn für Pferd und Reiter vor. Viele kennen den Effekt der Pylonen in den Ecken der Reitbahn um Stellung und Biegung zu verbessern und die Ecke korrekt auszureiten. Die VGT-Methode perfektioniert diesen Gedankengang und nutzt die ganze Reitbahn in den unterschiedlichsten Anforderungen und Lektionen. Sowohl in allen Seitengängen wie  Schulterherein, Renvers Travers Traversalen in allen Gangarten zuzüglich der Kehrtwendungen um die Vorhand, Hinterhand und Piroetten und dem Schenkelweichen. Pferd und Reiter lernen spielerisch die unterschiedlichsten Anforderungen der Dressurarbeit zu erfüllen.

 

Die VGT-Methode (Visuall-Gestützte-Trainingseinheit)  bietet eine Vielzahl von Kombinationen von Pylonen, Stangen und Kunststoffabgrenzungen, die Pferd und Reiter die Wegfindung erleichtern-

Je nach Trainingsziel können die Schwerpunkte in Stellung Biegung, Taktverbesserung oder Verbesserung von Anlehnung und Losgelassenheit gesetzt werden-

In vielen Fällen beginnen die Pferde selbst nach dem visualisieren der Pylonen ihre Haltung entsprechend anzupassen. Dies Bedeutet das Pferd nimmt die Hilfen des Reiters logisch folgend der Wegführung leichter an.

Der Phantasie beim Aufbau der Pylonen und Stangen sind keine Grenzen gesetzt. Man kann die Anforderungen von Pferd und Reiter bis in die höchsten Lektionen steigern. Somit ist die VGT-Methode  auch für Reiter und Pferde selbst bis zum Grand Prix Niveau geeigent.

 

 

Die VGT-Methode (Visuall-Gestützte-Trainingseinheit)

Hier mal ein Beispiel für einen Übungsaufbau zur Verbesserung von Stellung und Biegung.

Anfänger und Beginn jeder Trainingseinheit :   Abreiten der Figuren im Schritt

Fortgeschrittene: Abreiten der Figuren im Trab und Schritt

Profiklasse:  Abreiten der Figuren in allen drei Gangarten mit entsprechenden Übergängen

 

 

Die Seitengänge können ebenfalls in die  VGT-Methode (Visuall-Gestützte-Trainingseinheit)eingebaut werden.

Allerdings sollten Pferd und Reiter die korrekte Hilfengebung sowie Ausführung bereits kennen.

Hier nochmal eine verdeutlichung der  Ausführung:

Info`s über Hilfengebung, Einleitung Ausführung erfahrt Ihr in seperaten Block-Beiträgen durch anklicken der jeweiligen Abbildung.

 

Nachfolgend ein Beispiel für die einfache Kombination von Volten und Schulterherein. Selbstverständlich kann man in seinen Trainingssequenzen alle geometrischen Figuren mit den unterschiedlichsten Seitengängen kombinieren. Ebenso lassen sich Pioretten , Hinter bzw Kurzkehrtwendungen und alle Wendungen um die Vorhand in den Übungsaufbau einflechten.

 

 

Ablauf:

  1. wir beginnen rechte Hand mit einer Volte in ersten Ecke der kurzen Seite  Volte 1
  2. in der zweiten Ecke der kurzen Seite  Volte rechte Hand Volte 2
  3. am Zirkelpunkt bei M rechts abwenden zum Schulterherein rechts entlang der blauen Linie zum Zirkelpunkt H
  4. am Zirkelpunkt H linke Hand Schulterherein links entlang der blauen Linie zum Zirkelpunkt K
  5. in die erste Ecke der Kurzen Seite eine Volte linke Hand Volte 3
  6. in die zweite Ecke der kurzen Seite eine Volte  Volte 4
  7. am Zirkelpunkt F links abwenden Schulterherein links entlang der blauen Linie zum Zirkelpunkt M
  8. am Zirkelpunkt M rechte Hand Schulterherein rechtsentlang der blauen Linie zum Zirkelpunkt H
  9. die Trainingssequenz startet neu.

 

 

Handwechsel jeweils aus dem Schulterherein über Halbe Volte Links/rechts bzw. rechts/links

Gerne stellen wir in einem Wochenendlehrgang Ihnen noch mehr Übungen vor bzw. gestalten einen Trainingsaufbau speziell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten .

Unsere Angebotspalette reicht von E bis S bzw. orientiert nach Schwerpunkten der Ausbildungsskala.

weitere Schwerpunkte:

  • Verbesserung von Stellung und Biegung
  • Verbesserung von Anlehnung und Hilfengebung
  • Verbesserung von Takt und Losgelassenheit
  • Verbesserung von Schwung und Versammlung
  • Verbesserung der Seitengänge bzw. Wendungen um Vor oder Hinterhand

Entsprechendes Unterrichtsmaterial außer Stangen stellen wir kostenfrei zum Lehrgang zur Verfügung.

Ein Wochenlehrgang umfasst:

  • theoretische Einweisung in die VGT-Methode Freitag abend
  • Samstag eine Trainingseinheit ca 60 min. zu zweit oder einzeln  mit anschließender Trainingsbesprechung
  • Sonntag eine Trainingseinheit ca 60 min. zu zweit oder einzeln  mit anschließender Trainingsbesprechung
  • Videoanalyse auf Wunsch (zzgl. 35 Euro pro Reiter)

Kosten für den Wochenend-Lehrgang siehe unsere homepage

 

Mindestteilnehmerzahl:

3 Trainingsgruppen /Tag

max 5 Trainingsgruppen/Tag